Der Artikel hätte auch von mir kommen können: Warum ich Chrome gelöscht habe und wieder Firefox nutze
Nun ist es bei mir nicht Google Chrome sondern Chromium gewesen und ich hab ihn auch nicht gelöscht um ihn weiter zum Testen verwenden zu können, aber als Standardbrowser läuft seit knapp zwei Monaten hier jetzt wieder Firefox. Aus genau den im Artikel beschriebenen Gründen.

Umso wichtiger ist es aber, Firefox und Mozilla als letzte verbliebene Kämpfer für ein freies, nicht allein von Regierungs- und Konzerninteressen gesteuertes Internet in seiner größten Domäne zu unterstützen. Denn nur so gibt man Mozilla die Möglichkeit, sich selbst neu für das mobile Zeitalter zu erfinden.

Facebook will jetzt Arbeit von Privatem trennen.

Da haben sie wohl auch endlich mal mitgekriegt, dass es irgendwie blöd ist, wenn die ganzen Social Media Experts mehrere Konten haben bzw. mit ihrem Privatkonto aus beruflichen Gründen Dinge liken, die sie privat eigentlich gar nicht liken würden. Das verzerrt doch die Persönlichkeitsprofile, und das muss schleunigst unterbunden werden!

Denk immer daran: du bist nicht der Kunde, du bist das Produkt!

GMX und WEB.DE stellen XMPP-Support ein

Nutzder des XMPP-Services von GMX, WEB.DE oder 1&1 haben heute eine E-Mail mit der Nachricht bekommen, dass der MultiMessenger und entsprechend die Serverinfrastruktur eingestellt wird:

Liebe Nutzer des MultiMessenger,
vor mittlerweile 8 Jahren hat der MultiMessenger das Licht der Welt erblickt. Wir haben viel investiert, gewerkelt und geschraubt – immer mit dem Ziel, den MultiMessenger nach Ihren Wünschen zu verbessern und so weitere Fans und Nutzer zu begeistern. Seit einiger Zeit verschiebt sich jedoch der Fokus der Nutzer mehr und mehr auf die Verwendung mobiler Endgeräte, was den klassischen Messenger eigentlich überflüssig macht. Schweren Herzens haben wir uns daher entschlossen, die Infrastruktur und den Support für die Produkte WEB.DE, GMX und 1&1 MultiMessenger einzustellen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir auch die notwendige Server-Infrastruktur abstellen müssen, so dass auch die Nutzung Ihrer E-Mail Adressen mit anderen Messenger-Diensten (ICQ, Pidgin, etc.) ab dem 1. Dezember nicht mehr möglich sein wird. Wir danken allen treuen Fans und Unterstützern für die tolle Zeit und das immer nützliche Feedback.
Ihr Team vom MultiMessenger

Das ist schon eine ziemlich schlechte Nachricht, denn hiermit verabschiedet sich nach Google ein weiterer Anbieter des freien und föderierten Instant Message Protokolls XMPP, das viele noch als Jabber kennen. Dass man sich bei der Nutzung des Services genau wie bei Wotzepp oder dem Fratzenbuchchat komplett in die Hände von durch Geheimdienste bis in die letzte Ecke unterwanderte Fremdanbieter begab, ist zwar immer der Wermutstropfen gewesen, aber immerhin konnte man als Betreiber seines eigenen XMPP-Servers so wenigstens mit diesen Leuten noch kommunizieren. Das fällt jetzt leider auch weg.

Beweist mir das Gegenteil, aber ich fürchte, dass die allermeisten der bisherigen Nutzer dieser Services sich nun nicht um eine eigene Instanz kümmern werden, sondern sich weiter in die Abhängigkeit von profitorientierten Unternehmen treiben lassen. Ein schlechter Tag für das Internet.

Interessante Info für Webfuzzis wie mich: Firebug 3 Alpha: Neues Firebug baut auf Firefox-Werkzeugen auf.

Ich hab mich ja eigentlich die ganze Zeit schon gefragt, was die bei Mozilla sich dabei gedacht haben, neben dem für Entwickler schon immer™ verfügbaren Addon Firebug analog zu Google, Apple und später dann auch Microsoft eigene Entwicklertools in ihren Browser zu integrieren. Warum verschwendet Mozilla eigene Ressourcen, um am Ende doppelte Arbeit zu machen? Diese Frage ist damit natürlich nicht beantwortet, aber das Firebug-Team hat sie sich offensichtlich selbst auch gestellt und seine Schlüsse daraus gezogen.

Wahrscheinlich hat sie die Frage so sehr beschäftigt, dass sie ihre Konzentration gar nicht mehr so richtig auf ihr Produkt legen konnten, denn in den letzten zwei-drei Jahren ist Firebug für mich subjektiv irgendwie nicht vorangekommen. Vor allem im Usability-Bereich fand ich die Chromium Devtools irgendwie besser. Vor kurzem hab ich mich dann aber doch mal an die nativen Firefox Devtools rangewagt, denn die können im Gegensatz zu Firebug nativ mit LESS Sourcemaps umgehen. Bisher hab ich keine Probleme damit gehabt, kann man also auch ruhig benutzen. Und schöner als Firebug find ich sie auch.

Und da Firebug in Zukunft offensichtlich auch nicht mehr das schwarze Schaf sein wird, ist das insgesamt also eine gute Nachricht für alle Freunde von freier Software zur Entwicklung von Web Applications.

Sascha Lobo fasst den Werdegang des Otto Schily lesenswert zusammen:

Otto Schily ist, von der RAF-Verteidigung 1968 über die Freundschaft zu Rudi Dutschke und dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund SDS in den Siebzigern, im Jahr 1980 Mitgründer der Grünen geworden, 1989 in die SPD eingetreten, wurde ab 1998 als überwachungsfixierter Innenminister zum Vorbild aller CDU-Sicherheitspolitiker, legte ab 2001 den politischen Grundstein für die anlasslose Überwachung für Deutschland und Europa und hat 2010 einen Appell für die Erhaltung von Atomkraftwerken unterzeichnet.

Habt ihr mitbekommen, dass man in Zukunft nicht nur im Internet, sondern auch im Auto keine Privatsphäre mehr hat? Wenn nicht, lesen: Totalüberwachnung deutscher Fernstraßen durch PKW-Maut.

Die Überwachungsinfrastruktur kann ohne Zustimmung des Bundesrates ausgeweitet werden und weckt auch Begehrlichkeiten bei Geheimdiensten, die – mit oder ohne Wissen und Billigung der Öffentlichkeit – die neuen Vorratsdaten nutzen werden.

Hauptsache ständig betonen, wie sehr die DDR ein Unrechtsstaat gewesen sei.

Irgendwas neues in Sachen Snowden-Asyl? Nein, natürlich nicht. Die Bundesregierung verkauft ihre Bürger immer noch für dumm. Was für eine katastrophale Nicht-Regierung, das kann man kaum in Worte fassen. Da soll nochmal einer ankommen und diese allzeitdämliche Floskel, die Linke sei nicht regierungsfähig, bringen. Schlimmer kanns ja wohl nicht mehr werden.