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Inzwischen bestätigt sich langsam, wie die Sache mit den Geheimdiensten abgelaufen ist:
Die Hasen vom Bundeskanzleramt

… und im übrigen nach wie vor abläuft. Im Kanzleramt hatte man die ganze Zeit einfach überhaupt keine Ahnung, was da überhaupt so alles läuft beim BND. Es kleckert jetzt so langsam mal alles an die Öffentlichkeit. Und das ist gut so. Wenn sie es dann jetzt auch noch zugeben würden, wären wir schon einen großen Schritt weiter.

Als nächstes müsste dann zugegeben werden, dass man sich von der US-Regierung sämtliche relevanten Entscheidungen diktieren lässt. Das Sahnehäubchen wäre das Eingeständnis der absoluten Machtlosigkeit und als Konsequenz der Rücktritt der kompletten Regierung.

Sämtliche Regierungsmitglieder der letzten drei Legislaturperioden sollen bitte alle ihre Ämter niederlegen und sich der Reihe nach beim Bundesgerichtshof anstellen, um sich für den Bruch des Amtseids zu verantworten.

Wer heute nacht nichts weiter vor hat, kann ja mal ganz in Ruhe die Uhr seines Rechners beobachten und auf 01:59:60 warten.

Was jeder Radfahrer täglich mitbekommt, hat Lichdi jetzt mal ausgesprochen: Dresden investiert nicht genug in fahrradfreundliche Infrastruktur, und das obwohl mehr als genug Geld da wäre. Verantwortlich ist Jörn Marx, CDU. Noch Fragen?

Wusstet ihr eigentlich, dass das Fusion-Festival maßgeblichen Anteil an der Kulturförderung und Jugendarbeit in der Region um Lärz hat?

Aktueller Lagebericht zur E-Mail-Verschlüsselung: Situation mäßig bis durchwachsen. Hauptproblem das ich sehe: es gibt kaum noch Leute, die sich aus Idealismus engagieren. Früher oder später juckt die Meisten dann doch die ach so hippe Startup-Kultur, und schon sind all die Ideale dahin. Und wenn Facebook sich in PGP engagiert, sollte auch klar sein, dass die das nicht aus reiner Nächstenliebe machen.

Wo sind sie hin, die Torvalds, Stallmans und Berners-Lees? Der Kapitalismus hat sie alle aufgefressen. Informatik-Diplom in der Tasche und dann schnell weg von der Uni. Gründen! Halbgare Ideen schnell zu Geld machen. Die Plakate am Campus brüllen es einem schon das ganze Studium lang ins Gesicht. Wissenschaft und Fortschritt? Etwas zurückgeben von dem, was man jahrelang aus der Open-Source-Kultur genommen hat? Fehlanzeige. Hauptsache sein eigener Chef und das neue Eifon in der Tasche.

USA bespitzelten jahrelang Frankreichs Präsidenten. Nein, doch, oooh. Wir dürfen gespannt sein, wie tief Hollande in Obamas Dickdarm steckt.

Sascha Lobo nimmt gewohnt lesenswert folgendes Statement buchstäblich auseinander:

Ich verzichte gerne auf vermeintliche Freiheitsrechte wenn wir einen Kinderschänder überführen.

So, dieser Mansur ist wieder frei, und Deutschland hat sich eine weitere satte Arschbombe in den Fettnapf der Diplomatie geleistet. Ganz großes Kino!

In den allermeisten Fällen kann man den Verantwortlichen meiner Meinung nach nicht mal bösen Willen vorwerfen. Das Problem ist ein ganz anderes. Vom Bundestag über den Verfassungsschutz, Landes- und Kommunalbehörden, den Prüfungsämtern an den Unis bis zum Dresdner Studentenwerk sieht man es immer wieder. Dort sitzen Leute am Schreibtisch und machen Dienst nach Vorschrift. Motivation zur Eigeninitiative ist nicht vorhanden, selbst denken viel zu gefährlich. Denn Fehler machen dann nämlich nur die anderen. Vermeintlich, wie wir jetzt wieder gesehen haben.

Ein Schulfreund hat mal den Berufswunsch geäußert, in irgendeinem Ministerium arbeiten zu wollen, denn da gibts gute Kohle und der Job ist Eierschaukeln. Da haben wir es. Wenn man sich mal vorstellt, dass im öffentlichen Dienst alle eine solche Arbeitsmoral an den Tag legen, dann ist völlig klar, wie Geschichten wie die mit Mansur zustandekommen.

Wie ist das Problem zu lösen? Beamtentum abschaffen? Gefährlich! Da kommt man ganz schnell in die Leistung muss sich wieder lohnen-Ecke, außerdem sind das natürlich nicht alles nur Beamte. Liegt das Problem in den zu steilen Hierarchien? Verstecken sich alle hinter dem Zuständigkeitslabyrinth?

Meiner Meinung lässt es sich nur durch eine massive Transparenzoffensive erschlagen, wie sie die Piraten seit ihren Anfängen propagieren. Wenn alle Vorgänge im öffentlichen Dienst für jeden Interessierten offen ersichtlich sind; und ich meine nicht, dass man in irgendne Behörde zu Fuß reingehen und sich bis zum richtigen Aktenordner durchfragen muss, sondern über das Internet.

Und auch nicht wie ständig bei netzpolitik.org zu lesen, dass die Ämter sich irgendwelche Schlupfwinkel vorbehalten, um dann doch hinter verschlossenen Türen ihr Ding zu machen (oder eben auch nicht zu machen), sondern per Gesetz dazu gezwungen werden, sämtliche Tätigkeiten öffentlich einsehbar zu verarbeiten. Ich meine jetzt nicht, dass ich jedem Beamten in einem Etherpad live beim Tippfehler produzieren über die Schulter schauen will, aber fertige beschlussfähige Dokumente sollten mit Begründungen versehen jederzeit verfügbar sein, und zwar so, dass man sie auch finden kann.

Im Moment besteht leider kein Grund zur Hoffnung, dass sich in der Hinsicht demnächst irgendwas ändern könnte. Die Mehrheit der Bevölkerung geht anscheinend völlig konform mit der aktuellen politischen Situation. Es ist zum Haare ausreißen!

Endlich: mehr Transparenz der geheimen Weltregierung. Wurde auch mal Zeit, dass da mal jemand was leakt.

Bisher ist diese Meldung nur eine Mutmaßung, aber sollte sich das als wahr herausstellen, dann kann man Google wohl zur erfolgreichen Neuerfindung der Webseite gratulieren. Natürlich mit der Einschränkung, dass alle Webseiten dann bei Google gehostet werden müssen. Auch: xkcd did it first.