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DLF diagnostiziert den Absturz des Journalismus, zu Recht!

Wisst ihr, wen man unbedingt stärker überwachen muss? Die ganzen Terror-Falschparker!

Schenkelklopfer: Paderborn steigt ab, weil sie ein Windows-Update gemacht haben. Ist zwar etwas aus der Mode gekommen, aber an dieser Stelle passt Nimm doch Linux! wie die Faust aufs Auge :D

Flausch-Offensive der Polizei in der Zeit.

Entscheidend sei dafür ein Bewusstseinswandel: dass die Polizei ihre eigene Rolle als Beschützerin der Bürger und ihrer Grundrechte sieht, und nicht als Durchsetzerin staatlicher Interessen.

Es ist nur eine Masterarbeit zum Thema, Luftsprünge also erstmal noch unterlassen. Wann und ob überhaupt die Erkenntnisse daraus bei der sächsischen Polizei ankommen, ist pure Spekulation.

Okay es steht zwar in der FAZ und es ist auch Obererklärbär Ranga Yogeshwar, aber jeder darf auch mal einen guten Tag haben:

Unsere Sicherheitsparanoia an Flughäfen oder die absurden und undemokratischen Vorkehrungen bei der Terrorismusbekämpfung haben genau mit diesem Mangel an Verantwortung zu tun – denn wenn etwas passiert, ist der Mutige der Schuldige. Diese Haltung erzeugt auf Dauer eine kollektive Feigheit. Aus der gleichen Haltung heraus sperren wir heute unsere Kinder in Klassenzimmern ein, ziehen die Jalousien herunter und machen uns Sorgen. Unser selbstständiges Denken weicht einem Mainstream der Angstmache, und unser Blick für Relevanz und Schönheit wird getrübt. Wir blicken auf unsere Welt nur noch durch die Schutzbrille.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Die Reporter ohne Grenzen haben anlässlich des heutigen Welttages gegen Internetzensur in 12 internetzensierenden Staaten zensierte Seiten wieder nutzbar gemacht.

Wie jetzt, nur 12 Staaten? Was ist denn mit dem ganzen Geoblocking auf Youtube usw. hier bei uns? Warum werden die gebührenfinanzierten Inhalte in den ÖR-Mediatheken nach einer Woche unzugänglich gemacht? Warum werden Webseitenbetreiber gezwungen, für das Zitieren von Presseinhalten so viel Geld abzudrücken, dass sie lieber ganz auf die Verlinkung verzichten? Das ist meiner Meinung nach auch alles staatlich gesteuerte Internetzensur.

Liebe Regierung, bitte kümmer dich endlich um ein Urheberrecht, das dem Medienkonsum des 21. Jahrhunderts entspricht!

Für Radsportfreunde und Interessierte hat detektor.fm eine Reportage über Fatbikes, incl. Interview mit martn.

Netzneutralität? Haben wir leider nicht mehr da…

Diese Dresdner CDU… da geht einem das Messer in der Tasche auf!

Wenn ich Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik lese, muss ich schon immer schmunzeln. Wenn dann noch Nachrichten wie diese reintrudeln, artet es schnell zu fortgeschrittenem Schenkelklopfen aus, obwohl es eigentlich ziemlich ernst ist.

Snowden und Greenwald haben mit einigermaßen einfachen Mitteln geheim und offensichtlich für die NSA nicht (und dementsprechend vermutlich auch für niemand anderen) abfangbar kommuniziert. Sie verwendeten dafür Software, die frei verfügbar, quelloffen und zichmal auditiert worden ist. Auf Hardware, die man in jedem Mediamarkt kaufen kann.

Statt sich solcher Infrastruktur zu bedienen und sie eventuell mit den gegebenen finanziellen Mitteln zu unterstützen, lässt die Bundesregierung auf Biegen und Brechen eigene Sicherheitsinfrastruktur entwickeln, die aber offensichtlich weder besonders einfach zu benutzen noch irgendwie ansatzweise sicher ist. Wenn ich das Wort Kryptohandy lese, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Und dann verschicken die das auch noch mit der Post und wundern sich hinterher, wenn es abgefangen wurde… m(

Es ist unfassbar, mit welchem sowohl finanziellen als auch personellen Aufwand dort Steuergelder verbrannt werden. Ein an Dilletantismus kaum zu überbietendes Schauspiel!

Signal 2.0 ist mit Textsecure kompatibel. Ist das etwa ein Licht am Ende des Tunnels?

Ausnahmsweise mal gute Nachrichten aus den USA: Die FCC entscheidet sich für Netzneutralität.

Hallo Europäische Union…

Wer sich mal ein bißchen tiefgründiger mit der aktuellen Griechenland-Problematik beschäftigen will, dem empfehle ich die Arte-Doku über die Troika. Warnung: gerade für Europa-Befürworter wie mich ist es sehr deprimierend!

Fefe erzählt hier von einem Twitter-Fake-Account eines Guardian-Reporters.

Ein weiteres hervorragendes Beispiel dafür, wohin es führen kann, wenn man Drittanbietern zu viel Bedeutung zukommen lässt. Er könnte auch einfach sagen, dass das nicht von ihm ist und fertig. Aber Twitter scheint für ihn offensichtlich so obligatorisch zu sein, dass er sich zu solchen Moves hinreißen lässt.

Was die Bundesregierung so alles nicht macht, um der Snowden-Affäre Herr zu werden.

Zum Thema eigene Websites hat Johnny Häusler einen lesenswerten Gedanken geäußert. Punch line:

Wer abends ein Bier trinken gehen will, geht nicht in die Brauerei, sondern in ein Lokal seiner Wahl.

An dieser Stelle eröffnet sich die Frage, ob man den Fortschritt immer einfach so akzeptieren muss, oder ob man ihn vielleicht selbst steuern kann. Wer sagt denn, dass die kommerziellen Social Networks der Weisheit letzter Schluss sind? Klar gibt keiner mehr URLs in Adresszeilen ein, vor allem nicht auf Telefonen. Dass die Links, die stattdessen angetippt werden, unbedingt auf Webportalen von amerikanischen Kapitalgesellschaften verteilt werden müssen, hat jedoch niemand gesagt. Ich mach hier ja auch nichts anderes als Links verteilen.

Man muss nur dieses oh, der feine Herr betreibt ein Blog, der hat aber viel zu sagen aus dem Kopf kriegen und das ganze ein bißchen lockerer sehen. Die Leute, die noch in IRC-Chats abhängen (ja, davon gibts noch welche) schmeißen auch öfter einfach nur einen Link in den Kanal, oft sogar erstmal unkommentiert. Die die es interessiert klicken drauf und werden schlauer, und die anderen nicht. Und das ganze passiert, ohne dass ein einzelnes Unternehmen diesen Vorgang protokolliert, den jeweiligen Protagonisten in eine bestimmte Schublade steckt und damit Profit macht.

Darum geht es doch nur: Privatsphäre durch Dezentralität. Man muss Privatsphäre natürlich haben wollen. Leider ist den meisten heutzutage entweder völlig egal oder überhaupt nicht bewusst, was es mit dieser Privatsphäre auf sich hat. Nackt durch die Straßen gehen trotzdem die wenigsten, und die Wohnungstüren sind auch meistens geschlossen. Das Bewusstsein dafür, dass man sich auf Facebook unbemerkt völlig entblößt, fehlt leider viel zu oft. Schlimmer noch, selbst Institutionen, die sich Aufklärung in Sachen Social Media auf die Fahnen schreiben, rudern zurück, wenns drauf ankommt, weil sonst einfach keiner zuhört. Das ist schon hinreichend frustrierend, wenn ich das mal so sagen darf.

Wir waren ja lange nicht gegen ACTA auf der Straße. Es wird wohl mal wieder Zeit.

ONE PERCENT / wealth inequality worldwide.

mailbox.org bietet Jabber-Server an. Nachdem GMX und WEB.DE das erst abgeschafft haben, eine gute Nachricht.

mailbox.org ist zwar ein Bezahlservice, dafür ist man dort noch Kunde und nicht Produkt. Ist eine Überlegung wert, wenn man keinen eigenen Server betreiben kann.

Kennt ihr eigentlich noch die Piratenpartei? Die machen auch richtig Politik und so. Und das sogar mit Erfolg!

Angeblich wurde die Facebook-Seite vom Bärenzwinger gelöscht

Liebe Freunde des ‪#‎Bärenzwinger‬,
über das Wochenende ist unsere Fanseite auf Facebook leider gehackt worden und alle Inhalte sind gelöscht. Somit sind nun auch unsere fast 1.300 Likes weg. Weiterhin haben wir Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Wir sind nun dabei die Seite wieder Stück für Stück aufzubauen. Dazu brauchen wir eure Unterstützung, indem Ihr uns euren Daumen gebt. Teilt bitte diese Meldung so oft wie es geht, sodass wir bald wieder unsere 1.300 Fans haben. Danke, euer #Bärenzwinger-Team

Ich möchte nur ungern altklug klingen, aber ein kleines ich habs euch ja gesagt kann ich mir doch nicht verkneifen.

Mit großer Skepsis beobachte ich seit einiger Zeit, dass (natürlich nicht nur) die Dresdner Studentenclubs ihre Kommunikation mit der Außenwelt mehr und mehr zu Facebook verlagern. Die eigenen Webauftritte verkommen zu stillen Hello-World-Seiten; wenn man Glück hat, wird gerade noch das Monatsprogramm veröffentlicht. Aktuelles aus dem Clubleben, Kommentare oder sonstige Möglichkeiten für Feedback von Gästen gibt es so gut wie nie.

Das Argument das haben halt alle ist omnipräsent, und dass Facebook es sowohl den Anbietern als auch den Nutzern so einfach wie möglich macht, Content abzuladen, ist sicher nicht von der Hand zu weisen.

Gestern hat der Bärenzwinger jedoch am eigenen Leib zu spüren bekommen, was es heißt, seinen Webauftritt komplett in fremde Hände zu legen: wenn irgendwas passiert, ist einfach mal alles weg. Backups? Kannst ja mal bei Zuckerberg anrufen…

Darum möchte ich hiermit mal wieder mahnen, dass die Clubs sich auf ihre Individualität besinnen sollen. Euer Club hat ein Image, das wollt und sollt ihr pflegen. Dazu gehört auch ein individueller Webauftritt. Webseiten habt ihr ja alle, daran scheiterts also gar nicht. Viele von euch nutzen sogar CMS wie WordPress, Drupal, Joomla und so weiter, aber die Kommentarfunktion ist fast überall ausgeschaltet. Warum? Und warum sind die Aktuelles-Seiten fast überall total veraltet oder sogar leer? Lebenszeichen gibts nur bei Facebook.

Es gibt zich Möglichkeiten, Posts auf euren Websites zu Facebook, Twitter etc. weiterzuleiten, damit die Leute die wirklich nur auf FB abhängen auch mitkriegen wenn ihr was schreibt. Aber es gibt auch genug Leute, die gern mit euch kommunizieren wollen, ohne dafür die (zweit)größte Privatsphärevernichtungsmaschinerie der Welt bemühen zu wollen.

Also geht zurück auf eure eigenen Seiten und schreibt dort, was euch bewegt. Leitet den Krempel zu FB weiter und setzt Links(!), mit denen die Leute auch wieder zurück zu euren Seiten finden. Und vor allem: macht eure Backups!

Jawoll, openstreetmap.org erhält einen Routenplaner. Das ist insofern nicht neu, weil es im OSM-Universum natürlich schon seit Ewigkeiten diverse Möglichkeiten zur Routenplanung gab. Allerdings musste man dafür bisher immer auf die Websites der jeweiligen Sub-Projekte ausweichen. Direkt von der OSM-Karte aus navigieren war bisher nicht möglich. Jetzt aber schon, darum freuen wir uns über eine weitere freie Alternative zu kommerziellen Angeboten im Internet!

Ich weiß, wie sehr ihr alle darauf gewartet habt, darum möchte ich euch nun nicht länger auf die Folter spannen. Ein Monat Testphase, ganze fünf Monate Aufzeichnung sowie drei weitere Monate Reifezeit waren nötig, um dieses Kunstwerk zu vollenden.

Und hier ist es, haltet euch fest, das Tomatenvideo:

Johnny Häusler schreibt hier über die Zukunft des Musikveröffentlichens bei Youtube.

Mit Music Key will YouTube seinen eigenen Streamingdienst starten. Musiker und Labels fühlen sich durch dessen Vertragsbedingungen erpresst. Denn die Tage, an denen Künstler einfach ihre Musik hochladen und Fans quasi jeden Song bei YouTube finden konnten, dürften mit Music Key vorbei sein.

So weit, so skandalös. Wie ihr ja alle wisst, ist Youtubes Betreiber Google ein profitorientiertes Unternehmen. Da kann sich niemand beschweren, wenn die auf einmal ein kostenlos gern genommener Service auf einmal Geld kostet. Ist deren gutes Recht und Dummheit der Nutzer, wenn sie sich darauf verlassen, dass Kostenloses immer kostenlos bleibt.

Es gibt hier ja auch eigentlich überhaupt kein Problem. Die Künstler haben nach wie vor die Möglichkeit, ihre Werke auf ihren eigenen Webauftritten zu veröffentlichen. Da kann ihnen keiner erzählen, was sie dürfen und was nicht. So ist das mit diesem freien Internet nämlich ursprünglich gedacht gewesen. Wer Geld damit verdienen will, baut sich ne Paywall davor und wird sehen ob die Zielgruppe damit einverstanden ist oder nicht.

Aber die Suchfunktion… Da wären wir beim Knackpunkt angelangt. Früher gabs mal so freie und von jedem individuell einsetzbare Technologien, die nannten sich RSS-Feeds, Blogrolls, Trackbacks, usw. Die haben funktioniert, ohne dass sich ein möglicherweise profitorientierter Servicedienstleister dazwischenhängt und früher oder später anfängt, den Ton anzugeben. Wenn wir uns die Errungenschaften aus der Zeit vor den Rattenfängern großen kommerziellen Diensteanbietern nochmal ansehen und weiterentwickeln, könnte man auch APIs für Musik, Video und sonstigen komplexen Inhalten erschaffen, auf die dann aus unabhängiger Stelle zugegriffen werden kann. Freie und an Profit nicht interessierte Suchmaschinenanbieter könnten auf diese APIs zugreifen und dann steht der nächsten Youtube-Party nichts mehr im Weg.

Man muss es nur wollen. Wenn man hier als Nutzer (egal ob Künstler oder Konsument) klein beigibt und dann doch bezahlt, denken sich Google und Co. die nächste Melkkuh aus, die erst mit großen Worten frei verfügbar etabliert wird, und wenn sich alle dran gewöhnt haben, wird der Sack zugemacht.

Der Nutzer darf dann nur noch, was der Anbieter ihm erlaubt. Nicht dass das nicht in vielerlei Hinsicht jetzt schon so wäre, ganz im Gegenteil. Aber noch gibt es Alternativen! Die Generation nach uns kennt sie aber schon nicht mehr und tappt dem Kapitalismus nichtsahnend in die Falle. Wir sollten jetzt anfangen, damit aufzuhören.

Dresden, Pegida und der 13. Februar: rechts vor links? Sehr lesenswert.