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Haha, die Rechtsanwälte gegen Totalüberwachung versteigern Merkels Rückgrat:

Sie bieten auf das Rückgrat von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, welches seit Beginn der Enthüllungen von Edward Snowden über die weltweite Totalüberwachung unter Beteiligung des BND im Juni 2013 nicht mehr benutzt worden ist.

Die Lendenwirbel sind hochflexibel und erlauben tiefste Verbeugungen vor unserem Hegemon in Washington.

Die Halswirbel Atlas und Dreher sind intakt und ermöglichen jederzeitiges Wegschauen bei Aufkommen von Verdachtsmomenten, dass deutsche oberste Bundesbehörden bis zur Halskrause in die grundgesetzwidrige und demokratiegefährdende Totalüberwachung verstrickt sein könnten, oder gar Massenüberwachungsprogramme wie „xkeyscore“ durch das Bundesamt für Verfassungsschutz selbst genutzt werden könnten.

Jetzt, da Pegida sich selbst erledigt hat, können wir uns ja wieder mit den dringenden Problemen unserer Gesellschaft befassen: Die Bundesregierung stellt sich beim Aufarbeiten der Snowden-Affäre immer noch quer. Wie gehen wir damit um, dass unsere gewählten Volksvertreter uns am Grundgesetz vorbei von den Geheimdiensten ausspionieren lassen und uns dann auch noch frech ins Gesicht lügen, dass dem gar nicht so wäre? Warum geht dagegen eigentlich niemand Woche für Woche auf die Straße?

Sascha Lobo hat mal wieder was feines ausgegraben. Er zitiert die Bundesregierung vom 20.08.2014 wie folgt:

“Wir unterstützen mehr und bessere Verschlüsselung. Wir wollen Verschlüsselungs-Standort Nr. 1 auf der Welt werden. Dazu soll die Verschlüsselung von privater Kommunikation in der Breite zum Standard werden.”

Lesenswert, denn er erläutert auch nochmal ausführlich, warum Verschlüsselung für jeden von uns ein Thema ist.

Aufschlussreicher als die TUD-Studie: Pegida mag dich #nopegida

Flash wird ersetzt: Youtube macht HTML5 zum Standard. Wird auch echt Zeit.

Constanze Kurz nimmt die Phantasien des Innenministeriums zum Verschlüsselungsverbot auseinander:

Kann ein Staat einfach bestimmen, wer Verschlüsselungstechniken anwenden darf? Über Generalverdacht im Kampf gegen den Terror und den heimlichen staatlichen Zweitschlüssel.

Edit: Link repariert. Danke Christian

Open-Source-Projekte sollen 1984 verhindern

Orwell wird Realität, und viele merken es gar nicht: Zu diesem Schluss kommt eine Studie zur Privatsphäre im Netz. Abhilfe können laut den Experten unter anderem Open-Source-Projekte schaffen.

Langsam merkt man dem Dresdner Stadtrat das neue Kräfteverhältnis an. Nachdem beim Thema Königsbrücker Str. frischer Wind reinkam, gibts jetzt den Puschkinpark statt dem Luxuswohnviertel und auf der offiziellen Webseite wird für ein Graffiti-Projekt geworben. Es wird angenehmer in der Stadt. Wenn dann noch die xenophoben Mitbürger bitte endlich mal zur Vernunft finden würden…

Bernd Schreiner zum Verschlüsselungsverbot:

Bundesinnenminister Thomas de Maizière zieht verhängnisvolle Lehren aus den Ereignissen in Frankreich, indem er eine Zukunft in Sicherheit mit den Konzepten einer totalitären Staatsmacht verspricht. […] Wieder einmal zeigt ein Mitglied der amtierenden Bundesregierung, dass es nicht verstanden hat, was der Europäische Gerichtshof mit seinem Urteil gegen die Vorratsdatenspeicherung urteilte.

Die Taz listet freundlicherweise die Glanzleistungen der Dresdner Polizei in den letzten Jahren auf. Meiner Meinung nach ist das längst nicht alles, gibt aber schon mal einen guten Überblick.

Der BDK-Chef hat vollstes Vertrauen gegenüber der Dresdner Polizei geäußert. Sollte er irgendwas von der Bundeskanzlerin gelernt haben, dann könnte das vielleicht Licht am Ende des Tunnels bedeuten.

Ein Kommentar ohne irgendwelche neuen Erkenntnisse. Das klingt jetzt negativ, soll es auch. Denn diesen Kommentar hätte man bis auf die konkreten Protagonisten zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten Jahren schreiben können. Es zeigt leider, dass sich nichts verbessert, sondern eher immer schlimmer wird. Mir kommt mal wieder der Gedanke an den Frosch im Wasserglas…

Bild warnt: Bei den Snowden-Enthüllungen arbeiten Aktivisten mit!
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Stefan Körner mit einem Realitätsabgleich: Dieser Ermittlungsausschuss ist eine Farce.

Er gleicht mehr einer Theatervorstellung als einer Sitzung des deutschen Bundestags zur Ermittlung der massiven Verletzung der Grundrechte der Bürger in Deutschland. Zeugen, die nichts sagen, Unterlagen, die praktisch nur aus geschwärzten Seiten bestehen und Vertreter der Bundesregierung, die den Ausschuss bremsen, wo immer es nur geht.

Nicht neu, aber immer wieder gut, darauf hinzuweisen.

Cameron will Verschlüsselung verbieten. Das ist eine ziemlich lustige Idee und zeigt mal wieder die Problematik auf, wenn Spitzenpolitiker ohne Sachverstand nicht wenigstens mal jemanden fragen, bevor sie den Mund aufmachen.
Hier wird erklärt, warum das Vorhaben sinnlos ist und hier ist die deutsche Übersetzung davon.

Wir sind nicht Charlie

Wer seinen Raspberry Pi mit dem Media Center Raspbmc betreibt, wird sicher schon bemerkt haben, dass da neulich ne neue Major Version auf Basis von XBMC rauskam, das jetzt Kodi heißt. Ich möchte begeisterterweise darauf hinweisen, dass im Zuge dieses Upgrades auch ein neues Web Frontend Plugin namens Chorus verfügbar ist, das man endlich mal als wirklich benutzbar bezeichnen kann. Ich will auch gar nicht über die alten Plugins ranten, denn wir sind ja über jegliche freie Software dankbar. Aber das Chorus funktioniert jetzt unter anderem auch auf dem Smartphone ziemlich gut. Wenn man also nur mal schnell Mucke anmachen will, muss man nicht erst zum Laptop rennen oder den Fernseher anmachen. Einfach mal ausprobieren…

RS63 ist das neue #yolo. Wer followt, gewinnt. 31.12. vorbeikommen #berlin

Endlich mal wieder eine sinnvolle Website im Netz: www.istdasabendlandschonislamisiert.de

Neben diesem Twiet halte ich vor allem pigida.de für einen der besten Auswüchse der aktuellen Xenophobie-Debatte. Weiter so!

Wir lieben Überwachung

Aus gegebenem Anlass möchte ich an dieser Stelle nochmal betonen, dass es in Dresden nicht nur Nazis gibt. Für die großen Massenmedien ist es wohl nicht spannend genug und darum den meisten leider maximal einen Halbsatz wert, dass gestern neben den NazisPEGIDAs mindestens genau so viele normal denkende Menschen auf den Straßen waren und sich für freiheitliches Zusammenleben ohne Vorurteile und nationalistischem Gedankengut ausgesprochen haben.

Es zeichnet ein falsches Bild, wenn es heißt, dass in Dresden die neue Rechte ihre Auferstehung zelebriert. Ich wette, dass die meisten Teilnehmer dieser Veranstaltung nicht mal aus Dresden selbst, sondern aus dem Umland und der tiefen sächsischen Provinz kommen. Da sich die ganzen sogenannten Patrioten ja gerne mit Fahnen zur Schau stellen, konnte ich gestern zum Beispiel sehen, dass sich auch Leute aus dem ach so toleranten und weltoffenen Berlin an der PEGIDA-Veranstaltung beteiligt haben.

Dass sich knapp 10.000 friedliche Demonstranten von der Polizei auf dem Rathausvorplatz auf engstem Raum einkesseln lassen mussten, während die PEGIDA-Teilnehmer gemütlich außen dran vorbei schlendern durften und sogar Böller auf uns geworfen haben, ist leider auch bittere Realität. Im Stadtrat mag sich RGRO durchgesetzt haben, bei den ausführenden Organen ist nach wie vor alles links von schwarz automatisch extremistisch und eine Gefahr für Land und Leute. Oder so…

Sascha Lobo erklärt nochmal, was das Problem an den rabattierten Kranken– und Autoversicherungen ist: libertärer Paternalismus:

Ein Nudge (engl. für Stups oder Schubs) ist für die Erfinder des Begriffs Thaler und Sunstein das Gegenteil eines Verbots oder eines Befehls. Er habe gerade darum die Kraft, das Verhalten von Menschen tatsächlich zu beeinflussen.

Habt ihr nicht auch manchmal Bock auf die Tafel Schokolade, die Zigarette danach oder das berühmte Bier zuviel? Bleibt ihr nicht auch manchmal lieber auf der Couch sitzen und geht nicht zum Sport, einfach weil ihr es könnt? Weil ihr die Freiheit habt, selbst entscheiden zu können, was ihr wollt? Wie wäre es, wenn ihr diese Entscheidungen zwar treffen wollt, aber im Hinterkopf immer die Gewissheit sitzt, dass euch dabei jemand beobachtet, der das nicht gut findet? Die Gewissheit, dass die Entscheidung, morgens mal nicht die Zähne zu putzen, weil die Bahn gleich kommt, sofort registriert wird und dass euch dieses angebliche Fehlverhalten Konsequenzen nach sich ziehen wird? Dieses Gefühl der Unfreiheit?

Wir sind auf dem besten Weg in eine Gesellschaft, in der das völlig normal wird. Big Data heißt das Buzzword dazu. Alles was man macht, wird aufgezeichnet, gespeichert und in Zusammenhang mit anderen Datensätzen gebracht, um aus den Erkenntnissen daraus das Leben des Einzelnen vorhersagbar zu machen und das gesellschaftliche Zusammenleben steuern zu können. Um das Risiko so gut es geht zu minimieren. Um das soziale Prinzip umzukehren.

Der Weg, diese Entwicklung einzudämmen, ist der Verzicht auf Dienste, die nur darum existieren, um so viel wie möglich über euer persönliches Verhalten zu erfahren. Angefangen bei zentralisierten Webservices wie Facebook, Dropbox, Whatsapp und wie sie alle heißen über Rabattsysteme wie Payback oder diese ganzen Freizeitkartenanbieter wie Dresden 4 Friends, Get2Card usw. bis hin zu solchen rabattierten Versicherungstarifen, Mautsystemen per Nummernschilderfassung oder OPNV-Tarife mit automatischer Erfassung der tatsächlich zurückgelegten Wegstrecke.

Dass das nicht leicht fällt, ist völlig klar. Aber es gibt in den allermeisten Fällen Alternativen, und wenn nicht, solllte man sich zumindest dessen bewusst sein, wie sehr man sich in die Abhängigkeit von Dienstleistern begibt, deren einziger Antrieb die eigene Gewinnmaximierung ist.

Harry G über SUVs

Neues aus dem Gruselkabinett: Deine Krankenversicherung weiß, was du letztes Wochenende getan hast.

Mal wieder zu tief ins Glas gekuckt? Den ganzen Sonntag rumgekatert? Die Extrakosten dafür finden Sie auf der nächsten KV-Abrechnung. Ach so, an dem Programm wollen Sie gar nicht teilnehmen? Tja, dann haben wir nur noch den Classic-Tarif für Sie, der kostet aber das doppelte.

Na, immer noch nichts zu verbergen?

Erinnert ihr euch noch an Frau Voßhoff? Nein? Constanze Kurz hilft euch auf die Sprünge:

Keine flammenden Plädoyers, keine Denkanstöße im Zeitalter der Überwachung, gerade bei Themen die jeden betreffen: Andrea Voßhoff hüllt sich meist in Schweigen. Wie die Bundesdatenschutzbeauftragte versagt.

Markus Beckedahl hat dazu eine schöne Vermisstenanzeige gebastelt :)